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Ist der Steuerberater ein Auftragsverarbeiter?

23 September 2019

Nein! Laut den Aussagen der Landesdatenschutzbehörde NRW und der Bundessteuerberaterkammer ist der Steuerberater kein Auftragsverarbeiter...
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Frage:

Ist der Steuerberater ein Auftragsverarbeiter?

Antwort:

Nein.

Laut den Aussagen der Landesdatenschutzbehörde NRW und der Bundessteuerberaterkammer ist der Steuerberater kein Auftragsverarbeiter. Dies wird mit der beruflichen Regelung der „Eigenentscheidungskompetenz“ begründet. Der Steuerberater trifft seine Entscheidungen stets selbst. Eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung sieht jedoch ein erhebliches Mitspracherecht des Aufraggebers bei der Datenverarbeitung vor. Dies widerspricht der beruflichen Regelung und somit muss mit dem Steuerberater keine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung geschlossen werden.

Aussage der Landesdatenschutzbehörde NRW:

„Die Übertragung der reinen Lohn- und Gehaltsabrechnung sowie Finanzbuchhaltung oder einer rein technischen Dienstleistung durch einen Mandanten auf einen Steuerberater ist allgemein als eine Datenverarbeitung im Auftrag gemäß Art. 28 DS-GVO anzusehen. Dementsprechend ist auch ein Vertrag zur Auftragsdatenvereinbarung abzuschließen. Dies ist jedenfalls in den Fällen zu bejahen, in denen einem Steuerberater eine derartige Aufgabe ohne eigene Entscheidungskompetenzen übertragen wird.“

Aussage der Bundessteuerberaterkammer:

„Die Eigenverantwortlichkeit erfordert, dass sich der Steuerberater über steuerrechtlich relevante Sachverhalte, stets ein eigenes Urteil bildet und seine Entscheidungen selbst trifft. Der Steuerberater trägt die volle Verantwortung für alles, was in seiner Kanzlei geschieht. Die ungeprüfte Übernahme einer (unter Umständen falschen) steuerrechtlichen Würdigung des Mandanten in Rahmen der Lohn- und Gehaltsabrechnung wäre mit dem Berufspflichten nicht zu vereinbaren. Für Steuerberater bedeutet dies konkret, dass bei der Erbringung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen keine Verträge zur Auftragsverarbeitung mit Mandanten geschlossen werden dürfen. Wird dennoch ein solcher Vertrag geschlossen, liegt ein Verstoß gegen die Berufspflichten vor.“

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Stephan Plesnik „Der Enabler“ ist Datenschutzbeauftragter im unserem Team von Datenschutz ist Pflicht. Hauptberuflich ist er Trainer, Coach und Mentor für Persönlichkeitsentwicklung & Unternehmensführung und befähigt Menschen auf ihrem Weg innovativer und nachhaltiger Veränderungen. Auf seinem Kanal „Make . Your . Self“ veröffentlicht er regelmäßig Videos mit Problemlösungen aller Art. Seine Spezialausbildungen reichen von Musik-, Film- und Grafikproduktion über IT-Sicherheit, Datenschutz bis zu Business Transformation Management.

Datenschutz ist Pflicht“ ist eine Marke der Ing.-Büro Dr. Plesnik GmbH und beschäftigt ein großes Team von Datenschutzbeauftragten. Was uns auszeichnet sind die vielfältigen Spezialausbildungen unserer Datenschutzbeauftragten. So sind unsere Mitarbeiter IT-Sicherheitsbeauftragte, Fachinformatiker oder IT-Business-Architekten und nutzen ihre fundierten Kenntnisse der digitalen Technologien, um unseren Kunden den Datenschutz so einfach wie möglich zu gestalten.