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Firmenwagen: Was wissen Hersteller über mein Fahrverhalten?

24 Juni 2020

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Frage:

Firmenwagen: Was wissen Hersteller über mein Fahrverhalten?

Antwort:

Welche Daten werden heutzutage von Fahrzeugen an die Hersteller übertragen bzw. welche Daten können Hersteller von den Fahrzeugen einholen? Ganz grob lassen sich diese Daten in drei Klassen unterteilen. In technische Angaben zum Gesundheitszustand des Fahrzeugs, in Informationen zur Verbesserung des Fahrzeugs und in Daten, die eine Optimierung von Dienstleistungen erlauben. Diese grobe Klassifizierung hat jedoch ihre Gefahren und Risiken für Dich als Fahrzeughalter bzw. als Unternehmer, der Firmenwagen für seine Mitarbeiter zur Verfügung stellt.

Zu den aus technischen Gründen erhobenen Fahrzeugdaten gehört beispielsweise die elektronische Gurtstraffung. Damit kann der Hersteller ganz einfach Rückschlüsse ziehen, wie viele Personen das Fahrzeug nutzen oder sogar auch, durch abrupte Bremsungen und den dadurch bedingten Gurtstraffungen, Rückschlüsse auf den Fahrstil des Fahrers ermöglichen. Fährt ein Fahrer gern etwas flotter, so erfährt der Autohersteller das auch, denn das Fahrzeug funkt in gewissen Abständen solche Daten an den Hersteller. Wie oft und wie detailliert der Firmenwagen diese Daten übermittelt, unterscheidet sich je nach Politik des Herstellers, denn solche Informationen geben Ingenieuren Anhaltspunkte darüber, welche Funktionen wie genutzt werden und wie sie die nächste Autogeneration verbessern können.

Ein wenig schwieriger wird die Bewertung bei der nächsten Datenkategorie, denn die Autos speichern auch die GPS-Informationen der Benutzer. In jedem modernen Auto kannst Du als Fahrer Dein Smartphone per Bluetooth verbinden und mit der Fahrzeugelektronik koppeln, etwa mit der Sprachsteuerung oder der Benutzeroberfläche des Bediensystems. Dein Handy kopiert dabei in der Regel die Kontakte in die sogenannte Head-Unit des Autos, mit allen Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen. Wir empfehlen Dir, nicht das Adressbuch an den Boardcomputer zu übertragen, sondern, nur die Verbindung mit dem Handy herzustellen, damit Du die Freisprecheinrichtung nutzen kannst. Das Wählen tust du dann trotzdem über das Mobiltelefon.

Wenn das Adressbuch allerdings an den Boardcomputer übertragen wurde, ist es sehr wichtig das diese Informationen in der Nutzungsvereinbarung festgelegt sind und das Du als Unternehmer, diese Transparenz auch gegenüber Deinen Kunden wahren kannst, um die Fragen beantworten zu können, welche Daten denn in welchem Umfang verwendet werden. Das der Hersteller somit potenziell Zugriff auf diese Daten hat, erfordert einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, wo Art, Zweck und Umfang geschildert werden müssen.

Zusammenfassend kann man also sagen, dass Du zum einen das schriftliche Statement des Herstellers, welche Daten übermittelt werden, benötigst. Weiterhin solltest Du dafür sorgen, dass Du eine Nutzungsvereinbarung innerhalb Deines Unternehmens hast, die ganz klar, diese Informationen deinen Mitarbeitern transparent macht. Diese muss jeder Mitarbeiter einzeln, vor der Benutzung, unterschreiben und somit aktiv einwilligen. Außerdem ist der Hinweis, auf die Nutzung von Mobiltelefonen ganz wichtig.

Quellen: https://www.datenschutz-ist-pflicht.de/empfiehlt/adac-autodaten/

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